Einsparungen im Gesundheitswesen Hand in Hand mit Bürokratieabbau – keine Unmöglichkeit

02.03.2026, Stefan Günther
Meinung

Derzeit wird viel über Einsparmaßnahmen im Gesundheitswesen diskutiert. Die Krankenhäuser fordern eine auskömmliche Finanzierung und eine faire Beteiligung an den Reformprozessen. Die Krankenkassen fordern hingegen vor allem Einsparungen bei den Krankenhäusern, da die Kosten in den letzten Jahren nachweislich explodiert sind. Aber woher kommt die Kostenexplosion? Wundern sollten sich weder der Gesetzgeber noch die Krankenkassen: Sie haben in den vergangenen Jahren mit der Auslagerung des Pflegebudgets aus dem DRG-System und immer neuen Personaluntergrenzen und Personalbemessungsinstrumenten, samt zugehöriger Nachweispflichten und Kontrollen, dazu beigetragen, dass immer mehr Personal eingestellt wurde. Dies nicht nur in der direkten Patientenversorgung, sondern auch im patientenfernen Umfeld zur Dokumentation, bei den Kostenträgern zur Verhandlung und Überwachung, bei den Medizinischen Diensten zur Kontrolle und bei Wirtschaftsprüfungsunternehmen zur Testierung. Was auf der einen Seite positive Effekte haben mag – die Patientenversorgung zu stärken – ist auf der anderen Seite aber auch entsprechend teuer. Die Krankenhäuser haben geliefert, was von anderen bestellt wurde – und stehen dann doch dafür in der Kritik.

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