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Die Bezirkskliniken Mittelfranken feierten im Jahr 2025 das 20-jährige Jubiläum einer regionalen Gesundheitsstruktur, die sich in diesen zwei Jahrzehnten neu erfunden hat. Mit Standorten u. a. in Ansbach, Erlangen und Engelthal, gehört der Klinikverbund heute zu den größten psychiatrischen und neurologischen Gesundheitsanbietern in der Region. Rund 3.300 Mitarbeitende, über 55.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, ein weit verzweigtes Netz aus Kliniken, Institutsambulanzen, Tageskliniken und Soziotherapeutischen Wohnheimen – und ein sichtbarer Wille, Versorgung nicht nur zu erhalten, sondern aktiv weiterzuentwickeln. Dabei begann alles mit einer politischen Entscheidung, die damals durchaus Wagemut erforderte.
WeiterlesenDie psychiatrische Versorgung in Deutschland steht an einem Wendepunkt. Trotz sinkender Fallzahlen wächst die Zahl der Klinikbetten während gleichzeitig der Fachkräftemangel dramatische Ausmaße annimmt. Schon heute erfüllen mehr als die Hälfte der Kliniken nicht die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Mindeststandards an Personal. Besonders betroffen sind Pflegedienste, Therapeuten und Sozialarbeiter. Mit dem demografischen Wandel wird sich die Lage weiter zuspitzen: Bereits in sieben Jahren wird der Arbeitsmarkt 2,4 Millionen Menschen weniger zur Verfügung haben, fast 70 % der Kinder- und Jugendpsychiater sind schon jetzt über 50 Jahre alt.
Weiterlesen„Psychiatrieplanung“ – auf den ersten Blick ein verständlicher Begriff: Die Planung von Behandlungs-, Versorgungs- und Betreuungsangeboten für psychisch kranke Menschen. Doch die Krankenhausplanung gemäß Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) umfasst bereits die klinische Versorgung; ambulante Behandlung stellt die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigungen gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) V sicher. Warum bedarf es also einer gesonderten Planung für diese Personengruppe und welche Maßstäbe und Verfahrensweisen kommen dabei zum Einsatz? Darauf gibt es bundesweit (noch) keine einheitlichen Antworten. Dazu nun ein Blick in die Psychiatriereform, schließlich auf heutige Ansätze und Gegebenheiten auf Länderebene.
WeiterlesenAm Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch wurde im Herbst 2024 ein moderner Erweiterungsbau im Sicherheitsbereich der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie eingeweiht. Das neue Klinikgebäude samt Sporthalle schafft nicht nur wichtige Zusatzkapazitäten im baden-württembergischen Maßregelvollzug, sondern verbessert auch die räumlichen Rahmenbedingungen für eine forensisch-psychiatrische Akutbehandlung nach aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften.
WeiterlesenPsychotherapie ist Teil der gesetzlichen Krankenbehandlung. In der Praxis zieht sich deren Übernahme jedoch als bürokratischer Hindernislauf für Patienten und Therapeuten. Zu wenig Kassensitze befeuern die Situation. Trotz akuter Krisen und klarer Gesetzeslage scheitern viele Anträge an pauschalen Ablehnungen der Krankenkassen. Dabei verlangt jede Kasse unterschiedliche Nachweise – eine Praxis, die oft an Schikane reicht. Zwei Therapeutinnen berichten von ihren Erfahrungen und Hilfsangeboten.
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